Prostataentzündung (Prostatitis): Symptome, Ursachen und Therapie
Die Prostata ist eine kleine Drüse unterhalb der Harnblase, die beim Mann eine wichtige Rolle für die Fortpflanzung spielt. Eine Entzündung der Prostata — die sogenannte Prostatitis — gehört zu den häufigsten urologischen Erkrankungen und wird oft mit einer Blasenentzündung verwechselt, da sich die Symptome ähneln können.
Symptome einer Prostataentzündung
Eine Prostatitis kann sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen:
- Schmerzen beim Wasserlassen: Brennen oder Stechen während des Urinierens
- Häufiger Harndrang: Das Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen
- Schmerzen im Beckenbereich: Beschwerden in der Leiste, im Damm, im unteren Rücken oder im Unterbauch
- Harnabflussstörungen: Der Urinstrahl ist abgeschwächt oder unterbrochen
- Krampfartige Unterbauchschmerzen: Ziehende oder drückende Schmerzen im Unterbauch
- Häufiger Stuhlgang: Durch die Nähe der Prostata zum Enddarm
Bei einer schweren Prostatitis kann zusätzlich hohes Fieber auftreten, was eine sofortige ärztliche Behandlung erfordert.
Ursachen einer Prostataentzündung
Die Gründe für eine Prostataentzündung sind vielfältig:
Bakterielle Infektion
Bakterien können über die Harnröhre oder den Blutweg in die Prostata gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Dies ist die häufigste behandelbare Ursache.
Harnröhrenverengung
Eine verengte Harnröhre führt zu einem gestörten Harnabfluss, wodurch sich Bakterien leichter ansiedeln können.
Prostatavergrößerung (BPH)
Bei Männern ab 50 Jahren tritt häufig eine gutartige Prostatavergrößerung auf, die den Harnabfluss behindert und Entzündungen begünstigen kann.
Psychische Belastung
Stress, Anspannung und psychische Faktoren können eine chronische Prostatitis auslösen oder verschlimmern — auch ohne nachweisbare Bakterien.
Diagnose und Behandlung
Eine gründliche urologische Untersuchung mit Harnanalyse, Ultraschall und gegebenenfalls einer Tastuntersuchung der Prostata bringt Klarheit über die Ursache. Je nach Befund stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung — von einer gezielten Antibiotikatherapie bis hin zu entzündungshemmenden Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen.