Penisverkrümmung (Induratio Penis Plastica): Ursachen und Therapie
Eine Penisverkrümmung — medizinisch als Induratio Penis Plastica (IPP) oder Peyronie-Krankheit bezeichnet — beschreibt eine Verkrümmung des Penis während der Erektion. Diese Veränderung ist häufig mit Schmerzen verbunden und kann sowohl den betroffenen Mann als auch die Partnerin belasten.
Häufigkeit
Die Penisverkrümmung ist keineswegs selten: Schätzungsweise rund 10 % der männlichen Bevölkerung sind betroffen. Obwohl die Krümmung prinzipiell in jede Richtung auftreten kann, kommt eine Abknickung nach oben am häufigsten vor.
Man unterscheidet zwei Formen:
- Angeborene Verkrümmung: Entsteht durch Entwicklungsbesonderheiten während des Peniswachstums und besteht von Geburt an
- Erworbene Verkrümmung (IPP): Tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf und ist die deutlich häufigere Form
Ursachen der erworbenen Penisverkrümmung
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, jedoch sind mehrere begünstigende Faktoren bekannt:
Mikroverletzungen und Vernarbung
Kleine, oft unbemerkte Verletzungen des Penisgewebes während des Geschlechtsverkehrs können Entzündungsreaktionen auslösen. Diese führen zu Narbenbildung und Kalkablagerungen in den Schwellkörpern. Das vernarbte Gewebe verliert seine natürliche Elastizität — bei einer Erektion dehnt es sich weniger als das umgebende gesunde Gewebe, wodurch die Verkrümmung entsteht.
Genetische Faktoren
Eine familiäre Veranlagung kann das Risiko erhöhen. Auch Männer mit bestimmten Bindegewebserkrankungen (z. B. Morbus Dupuytren) sind häufiger betroffen.
Medikamente
In seltenen Fällen werden bestimmte Medikamente als möglicher Auslöser diskutiert.
Wie äußert sich eine Penisverkrümmung?
Typische Anzeichen sind:
- Sichtbare Krümmung des Penis bei Erektion
- Schmerzen während der Erektion, besonders im Anfangsstadium
- Tastbare Verhärtungen (Plaques) am Penisschaft
- Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr durch die veränderte Form
- Verkürzung des Penis in manchen Fällen
Therapie bei Penisverkrümmung
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Ausmaß der Beschwerden. Moderne urologische Verfahren bieten verschiedene Ansätze, die von medikamentöser Therapie bis hin zu operativen Korrekturen reichen.
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