Blasenkrebs: Risikofaktoren, Symptome und moderne Behandlung
Blasenkrebs entsteht, wenn Zellen der Blaseninnenwand unkontrolliert wachsen und einen Tumor bilden. Die Harnblase ist ein ballonartiges Organ im Becken, das den Urin speichert, bis er ausgeschieden wird. Obwohl Blasenkrebs grundsätzlich in jedem Alter auftreten kann, sind häufig ältere Menschen betroffen. Die gute Nachricht: In vielen Fällen wird er in einem frühen Stadium entdeckt und ist dann sehr gut behandelbar.
Risikofaktoren für Blasenkrebs
Mehrere Faktoren können das Risiko für Blasenkrebs erhöhen:
- Rauchen: Der bedeutendste und wissenschaftlich am besten gesicherte Risikofaktor — Raucher erkranken deutlich häufiger
- Chemische Substanzen: Beruflicher Kontakt mit bestimmten Chemikalien (z. B. in der Farbstoff-, Gummi- oder Lederindustrie) erhöht das Risiko
- Radioaktive Strahlung: Vorherige Bestrahlungen im Beckenbereich können das Blasenkrebsrisiko steigern
- Chronische Infektionen: Wiederholte Blasenentzündungen oder Infektionen mit bestimmten Parasiten (z. B. Schistosomen) spielen ebenfalls eine Rolle
Symptome und Warnsignale
Auf folgende Anzeichen sollten Sie achten:
- Blut im Urin (Hämaturie): Das wichtigste Warnsignal — der Urin kann rötlich oder bräunlich verfärbt sein. Manchmal ist das Blut jedoch nur unter dem Mikroskop nachweisbar
- Schmerzen im Beckenbereich: Können ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Erkrankung sein
- Rückenschmerzen: Vor allem bei fortgeschrittenem Blasenkrebs
- Beschwerden beim Wasserlassen: Schmerzen oder ein verändertes Muster beim Toilettengang
Blut im Urin kann viele Ursachen haben — es muss nicht immer Krebs sein. Trotzdem sollte jede sichtbare Blutbeimengung im Urin zeitnah urologisch abgeklärt werden.
Diagnose per Blasenspiegelung
Die wichtigste Untersuchung zur Abklärung ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Dabei wird eine dünne Kamera über die Harnröhre in die Blase eingeführt, um die Blaseninnenwand direkt zu betrachten. Ergänzend werden eine Harn- und Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Wird ein verdächtiger Befund entdeckt, kann eine Gewebeprobe entnommen werden.
Behandlung von Blasenkrebs
Bei Tumoren in einem frühen Stadium ist häufig eine endoskopische Abtragung (TUR-B) ausreichend. Dabei wird der Tumor durch die Harnröhre von der Blasenwand abgetragen — ein vergleichsweise schonender Eingriff ohne äußeren Schnitt.
Warum ist die Nachsorge so wichtig?
Blasenkrebs hat die Eigenschaft, auch nach erfolgreicher Behandlung wiederzukehren — teilweise erst nach Jahren. Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen über mehrere Jahre ein unverzichtbarer Bestandteil der Nachsorge. Durch engmaschige Kontrollen lassen sich Rückfälle frühzeitig erkennen und rechtzeitig behandeln.
Wenn Sie Blut im Urin bemerken oder andere Beschwerden haben, vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei UROMED.